Die Erkältung ist die häufigste
akute Erkrankung in unserer Gesellschaft und trifft jeden Erwachsenen
durchschnittlich zwei bis sechs und Kinder zwei bis acht mal
im Jahr. Eltern von kindergarten- oder schulpflichtigen Kindern
sind häufiger betroffen als kinderlose
Paare und Singles. Erkältungen
werden fast ausschließlich durch Viren verursacht. Die
Ansteckung erfolgt über Tröpfcheninfektion.
Erste Anzeichen sind häufig ein trockener, kratziger Hals,
Niesen, Schnupfen und unter Umständen ein leichtes Frösteln
und Unwohlsein. Husten und Heiserkeit folgen meist diesen Symptomen.
Häufig treten bei Erwachsenen auch Kopfschmerzen,
Fieber, Ohren-, Muskel- und Gliederschmerzen auf. Ein allgemeines
Krankheitsgefühl mit Müdigkeit und Abgeschlagenheit
macht sich breit. Die durchschnittliche Dauer einer Erkältung
liegt meist bei einer Woche, auch wenn einige Symptome eine
weitere Woche anhalten können. Beim grippalen Infekt und
der echten Grippe, die nur durch Influenza-Viren ausgelöst
wird, können die Symptome stärker ausgeprägt
und hartnäckiger sein.
Die Symptome sind als Reaktion des Körpers auf den Angriff
der Viren zu verstehen. Auch hier verstärken Prostaglandine
die Entzündungsreaktion und das Schmerzerlebnis. Die Symptome
verschwinden in der Regel von alleine, wenn es nicht zusätzlich
zu Infektionen mit Bakterien kommt. Folgeerkrankungen können
dann Nasennebenhöhlen-, Mandel-, Mittelohr- oder sogar
Lungenentzündungen sein, die mit Antibiotika erfolgreich
behandelt werden können.